094 – Arthur Urich: Gesunde Ernährung für bessere Sportergebnisse

Mit dem was wir essen haben wir einen direkten Einfluss wie wir uns entwickeln, fühlen und wie es uns geht.

Jedes Tier weiß was es essen soll. Legt man einem Löwen einen Salatkopf hin, wird er ihn nicht anrühren. Jedes Tier ernährt sich seiner Art entsprechend, ohne einen Experten zu fragen. Nur wir Menschen stellen uns Fragen wie: Was ist gesund? Was soll ich essen?

Genau diese Fragen hat Arthur Urich sich vor mehr als 7 Jahren auch gestellt und festgestellt, dass es sehr viele unterschiedliche Ratschläge zum Thema Ernährung gibt. Seitdem brennt er für das Thema Gesundheit und beschäftigt sich täglich mich den Themen gesunde Ernährung, Fitness und einem gesunden Lebensstil.

2017 hat Arthur sein Hobby zum Beruf gemacht: seit diesem Jahr arbeitet er im Gesundheitsbereich und zeigt Leuten auf, wie Sie Ihre Ernährung gesund gestalten können und sich dadurch vitaler und fitter fühlen.

Mein Pitch

Tu es! Was soll schon passieren?

Was bedeutet gesunde Ernährung für dich?

Gesunde Ernährung bedeutet für mich, dass die Ernährung dazu dient

  • Langfristig gesund zu bleiben
  • (nicht krank zu werden)
  • langfristig physisch und psychisch leistungsfähig zu bleiben
  • die Immunfunktion und Wundheilung zu optimieren
  • genügend Nährstoffe, Baustoffe und Mikronährstoffe

sowie Energie für den Muskelaufbau und körperliche Höchstleistung bereit zu stellen.

Gesundheit und Leistungsfähigkeit gehören zusammen. Ein kranker Körper ist nicht zu Höchstleistungen fähig. Auch sind ständige Verletzungen nicht gesund und verhindern Leistungsfähigkeit.

Gesunde Ernährung ALLEINE macht jedoch keinen Sinn. Es geht darum einen gesunden Lebensstil zu führen: Besonders wichtig dabei sind Schlaf, Bewegung und Stressbewältigung.

Und warum ist dir gesunde Ernährung so wichtig?

Ich erkläre das mal anhand eines Beispiels: Wenn eine Biene Honig isst, dann wird sie zur Arbeiterbiene. Bekommt dieselbe Biene jedoch Gelee Royale zu essen, wird sie zur Bienenkönigin. Das bedeutet die Biene hat durch ihre Nahrung Ihren Phenotyp geändert (=äußere Erscheinung).

Dasselbe passiert auch bei uns Menschen. Unsere Ernährung kann wie bei den Bienen bestimmte Gene an- und ausschalten. Das bedeutet wir haben mit dem WAS wir essen einen direkten Einfluss darauf wie wir uns entwickeln.

Was möchtest du erreichen?

Ich möchte Menschen bewusst machen, welchen Einfluss ihre Ernährung auf die Gesundheit hat. Das Thema Ernährung wird heute viel zu kompliziert gemacht. Jeder hat eine andere Empfehlung: da gibt es Low Carb, Low Fat, Vegane Ernährung, Rohkost usw. Ich möchte, dass jeder versteht worauf es ankommt und das die Leute zu einer natürlichen, artgerechten Ernährung zurückkehren.

Worauf sollten Sportler bei ihrer Ernährung achten?

Ich möchte zunächst einmal die Bedeutung der einzelnen Makronährstoffe erklären. Makronährstoffe sind Proteine, Fette und Kohlenhydrate

Proteine 

Proteine bestehen aus einer „Kette“ von Aminosäuren. Diese Kette muss, wenn mit der Nahrung aufgenommen, erst mal in seine einzelnen Bestandteile, den Aminosäuren, zerlegt werden. Daher dauert es länger, bis sie aufgenommen werden. Es gibt 20 verschiedenen Aminosäuren. Davon sind 8 essentiell, d. h. diese müssen unserem Körper von außen zugeführt werden.

Auch unser Immunsystem wird aus Proteinen gebildet. Für ein potentes Immunsystem benötigt unser Körper 1,5 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Unter 1,5 g Protein pro kg/KG ist z. B. die Wundheilung gestört.

Unser Darm nimmt in der Regel nur einzelne Aminosäuren auf. Den größten Effekt auf den Proteinstoffwechsel haben tatsächlich die essentiellen Aminosäuren und allen voran Leucin. Leucin ist die anabolste Aminosäure (d. h. die Aminosäure, welche am meisten muskelfördernd ist). Hering, Makrele, Leber, Käse aber auch Linsen und weiße Bohnen haben einen hohen Gehalt an Leucin. (am besten nimmt man 3g Leucin nach dem Training zu sich. Dieses leitet die Proteinbiosynthese ein)

Gesunde Quellen für Proteine sind, angefangen mit den Nährstoffreichsten:

  • Meeresfrüchte wie Austern, Krabben, Shrimps
  • Kaltwasserfische wie Makrele, Hering, Wildlachs und Sardinen
  • Organfleisch: D. h. Leber, Herz usw. von Tieren aus artgerechter Haltung wie Rind, Lamm und Schwein
  • Eier aus Freilandhaltung
  • Milchprodukte von Kühen aus Weidehaltung
  • Nüsse und Samen
  • ab und zu Hühnerfleisch

Was sollte ich für eine optimale Leistungsfähigkeit essen?

Sport verbraucht unsere Glykogenspeicher, das bedeutet diese sollten nach dem Training wieder aufgefüllt werden. Am besten in Form von Traubenzucker und Stärke.

Wie sieht es mit Protein aus? Vor, während oder nach dem Training? Es gibt ja viele verschiedene Empfehlungen…

Die schnellere Verdauung von freien Aminosäuren verschafft uns einen Vorteil in der Zeit rund um das Training und in Hinsicht auf das Hormonmileau und die Muskelproteinsynthese. Auch wenn die Untersuchungen inkonsistent sind, würde ich „sicherheitshalber“ Protein rund um ein Training empfehlen. Als Beispiel, eine Untersuchung aus dem Jahre 2006: Bei Patienten mit Kreuzbandverletzungen führte eine Proteingabe direkt nach dem Rehatraining zu besseren Ergebnissen hinsichtlich Muskelaufbau und Wundheilung als die Gabe eines Placebos. (Holm L und Kollegen 2006).

Sicherheitshalber sollte man 15 g Protein vor dem Training und 20 – 30 g Protein nach dem Training zu sich nehmen. Ob in Form von Nahrung, Proteinpulver oder essentiellen Aminosäuren ist weniger wichtig für unseren Körper als überhaupt etwas davon aufzunehmen.

Wheyprotein als Beispiel ist ein sehr hochwertiges und vollständiges Protein mit positiven Wirkungen auf Wundheilung und Immunsystem und daher auch sehr interessant für Sportler.

Wie hast du es geschafft deine Leidenschaft zu finden?         

Vor knapp 7 Jahren habe ich mir beim Fußball das vordere Kreuzband gerissen und seitdem kann ich leider kein Fußball mehr spielen. Da ich fit bleiben wollte begann ich mit dem Fitnesstraining und begann von da an mich zum ersten Mal mit dem Thema Gesundheit zu beschäftigen. 

Mein bester Ratschlag den ich je erhalten habe:

Man bereut nicht die Dinge, die man getan hat – sondern die Dinge, die man nicht getan hat!

Buchempfehlung: 

Die Paläo-Therapie von Sarah Ballantyne

Kontaktdaten: 

Arthur Urich

www.gesunddurchdentag.de

https://www.facebook.com/arthur.ich.5

https://www.instagram.com/arthur_urich/

Links zu eigenen Produkten:

www.gesunddurchdentag.de

Viel Freude guten Appetit beim Ausprobieren. Ich freu mich auf deinen Kommentar, wie gesunde Ernährung deine Sportergebnisse verändern.

Alles Liebe

Peggy

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PPS: Stell uns deine Fragen! Hinterlass uns dazu deinen Kommentar oder schreib eine Email an p.seegy@icloud.com.

Text: Arthur Urich

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